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Steffen Kern: Jesus-Nachfolge ist der Herzschlag von ProChrist

Ab dem 11. März ist wieder Zeit für proChrist. An vielen Orten tun sich dann Gemeinden zusammen, um eine Woche lang Menschen zu Jesus Christus einzuladen. Steffen Kern ist – gemeinsam mit Elke Werner – Hauptredner an den sieben Abenden bei der Zentralveranstaltung in Leipzig. Im Interview erklärt er, was sein Hauptanliegen ist und warum er Evangelisationen für gut und wichtig hält.
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proChrist ist eine Veranstaltung, die zum Glauben und zur Christusnachfolge einlädt. Bis vor einigen Jahren waren das eine Predigt und ein Aufruf, nach vorne zu kommen und sich zum Glauben zu bekennen. Wie ist es heute?

Steffen Kern: Nach wie vor laden wir bei proChrist zum Glauben an Jesus Christus und zu einem Leben mit ihm ein. Das ist der Herzschlag von proChrist. Etwas stärker als früher wird das ganze Programm aufeinander abgestimmt.

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Das heißt konkret?

Es gibt Talkgäste, Musik, Theater, Einspieler, die Elke Werner und ich präsentieren werden. Wir wollen Fragen zum Glauben stellen – und wir werden auch predigen. So ist alles mehr aus einem Guss als früher. Auch dieses Mal wird es einen Aufruf geben und die Möglichkeit zur Antwort. Wir laden Menschen ein, zum Kreuz zu kommen und ihr Leben dort festzumachen. Das ist eine hilfreiche Form für sehr viele. Aber es gibt daneben auch die Möglichkeit, mit Fragen und Sorgen zu einem Gespräch zu kommen. In Leipzig wird es ein Angebot geben, sich segnen zu lassen. Das heißt, die Möglichkeiten werden breiter sein, weil die Anliegen der Menschen, die kommen, vielschichtig sind.

Wie schließt ihr es am Ende ab?

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Das Programm endet offen, sodass jeder Ort für sich entscheiden kann, wie er die Antwortmöglichkeiten gestalte.

Warum hat sich das Konzept verändert?

Wenn neue Personen dazukommen, wie jetzt in unserem Fall, fragt man automatisch: Wie machen wir es jetzt? Was passt? Wie können wir den verschiedenen Anliegen von Ge-meinden gerecht werden? So verändert sich auch ein Format.

„Es passiert tatsächlich: Menschen kommen zum Glauben!“

Zugleich bleibt proChrist, was es ist: Eine Woche, die das Wesentliche im Leben zum Thema macht. Ein gutes Angebot, die missionarische Arbeit von Gemeinden zu ergänzen und zu vertiefen. Und eine echte Chance für alle, die nach dem fragen, worauf es wirklich ankommt.

 

ProChrist 2013 in der Stuttgarter Porsche Arena (Foto: ProChrist)

Manche sagen, das Konzept ist komplizierter geworden.

Ich finde es gar nicht kompliziert. Es gibt nur die Wahlmöglichkeit für Gemeinden: Wollen wir einen Redner oder eine Rednerin vor Ort bei uns haben, oder klinken wir uns in die Übertragung aus Leipzig ein? Beide Varianten haben Chancen. Hier können Gemeinden wählen. Das ist alles. Und die Technik ist viel einfacher geworden: Ich finde, es war noch nie so leicht, proChrist zu veranstalten, wie heute.

Auf welchen Tonfall von euch als Predigenden können sich proChrist-Veranstalter einstellen?

Erstmal: auf ein unterhaltsames und inspirierendes Programm, wie ich finde. Wir haben eindrückliche Gäste, ich freue mich auf eine Bühne, die jeden Tag ganz anders aussehen wird. Wir werden die Themen der Abende so inszenieren, dass wir eintauchen in die Geschichten und Begegnungen. Jeder Abend soll ein Erlebnis werden. Unser Tonfall wird fröhlich und freundlich, herzlich und einladend, verbindlich und klar sein.

Zu den Inhalten: Du bist, gemeinsam mit Elke Werner, einer der beiden Verkündiger. Was brennt dir auf der Seele, wenn du an proChrist denkst?

Ich mache mich leidenschaftlich gerne mit Menschen auf den Weg. Und darum rede ich über das, was mich trägt und hält, woran wir gelegentlich zweifeln und darüber, worauf wir uns verlassen. Es tut gut, so offen über den Glauben zu reden. Und es ist ein Wunder, dass dabei immer wieder Menschen neu anfangen, Jesus zu vertrauen.

Manche meinen, Evangelisationen seien überholte Modelle von gestern.

Ich erlebe, wo ich bin, das Gegenteil: Es bricht etwas auf. Der Glaube wird zum Gespräch. Glaubenskurse und persönliche Gespräche werden bereichert durch proChrist. Und es pas-siert tatsächlich: Menschen kommen zum Glauben.

In den Reformations-Feierlichkeiten wurde ja immer wieder über die „Einheit in versöhnter Unterschiedlichkeit“ gesprochen. Ein Sehnsuchtsziel?

Ja, wahrscheinlich schon so eine Art Sehnsuchtsziel. Aber es ist wichtig, genau das zu bewahren. Es gibt zwei Versuchungen, denen wir nicht erliegen dürfen: Die eine ist, sich scharf und hart abzugrenzen von den anderen Konfessionen und Kirchen, ein Rückzug in den eigenen Zirkel, und am Ende bleibe nur noch ich und meine vermeintlich wahre Lehre. Die andere Versuchung ist, eine Einheit künstlich äußerlich schaffen zu wollen, die nicht da ist. Es gibt Unterschiede, die zum Teil groß sind, zwischen Lutheranern, Reformierten, Baptisten, Charismatikern, Pietisten, Katholiken, Evangelikalen, Post-Evangelikalen… Aber es gibt einen Herrn, an den wir glauben und der uns verbindet. Sein Geist ist es auch, der das Sehnsuchtsziel in uns wachhält und Gräben überwindet.

Bis wohin ist das realistisch?

Realistisch und wirklich entscheidend ist, dass wir gemeinsam unseren Glauben bezeugen. Das ist das Thema von proChrist: Verschiedene Gemeinden mit verschiedenen Hintergründen laden gemeinsam zum Glauben ein. Dabei wächst Vertrauen. Platte Abgrenzung wird überwunden. Es kann gemeinsam gebetet, gemeinsam Gottesdienst und oft auch gemeinsam Abendmahl gefeiert werden. Das ist wertvoll. Diesen Weg, der ganz auf Jesus Christus und seinen Auftrag an uns ausgerichtet ist, sollten wir weiter gehen. Dann halten wir die richtige Spur.

Wie gehst du ganz persönlich diesen Weg?

Den Weg der missionarischen Einmütigkeit halte ich für verheißungsvoll. Weniger hilfreich finde ich Versuche, eine strukturelle Einheit schaffen und tiefgehende Lehrunterschiede einfach wegharmonisieren zu wollen. Ich habe zum Beispiel grundlegende Anfragen an das Papsttum, aber ich schätze das Christuszeugnis von Franziskus und einigen katholischen Bischöfen. Vielleicht sollten wir uns darauf verständigen, dass es weniger um uns und unsere Kirchen geht, sondern um Jesus Christus, der uns erlöst und befreit. Davon will ich reden. Und genau dieser Jesus ist auch unser Thema bei proChrist.

Danke für dieses Gespräch.

Die Fragen stellte Martin Gundlach für das Magazin Christseinheute


proChrist im März

proChrist LIVE findet vom 11. bis 17. März 2018 in Leipzig als Themenwoche zum Glaubensbekenntnis statt. Veranstalter können das Programm entweder aus Leipzig übertragen oder Referenten zum selben Thema in die eigene Gemeinde einladen.

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