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Lobpreis: Junge Gottesdienstbesucher bevorzugen moderne geistliche Musik

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Beim Musikgeschmack der Gottesdienstbesucher gibt es offenbar große Unterschiede zwischen den Generationen. Während jüngere Gläubige die neue geistliche Musik bevorzugten, seien bei älteren Christen über 50 Jahren die Choräle beliebter, sagte der Musikwissenschaftler Heiner Gembris am Montag in Paderborn bei der Vorstellung einer bundesweiten Studie. Der Musikprofessor plädierte deshalb dafür, neue geistliche Musik und Gospel stärker bei der Ausbildung von Kirchenmusikern zu berücksichtigen.

 Gembris stellte zusammen mit seinem Mitarbeiter Andreas Heye eine neue Studie zum Thema «Singen im Gottesdienst» vor. Mit rund 4.600 ausgewerteten Fragen handele es sich um eine der bundesweit größten Umfragen zum Singen, erklärte die Universität. An der Umfrage im Auftrag der Liturgischen Konferenz der Evangelischen Kirche in Deutschland hatten sich Gottesdienstbesucher im Alter von 12 bis 97 Jahren beteiligt.

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 Nach Ansicht der Wissenschaftler zeigt die Studie, dass die Motivation im Gottesdienst zu singen, «besser als erwartet ist». Von den im Dezember 2008 Befragten gaben knapp 70 Prozent an, immer im Gottesdienst mitzusingen, mehr als 24 Prozent tun es «meistens». Dabei gelte: «Je älter die Menschen sind, desto häufiger wird im Gottesdienst mitgesungen.» Frauen singen der Umfrage zufolge öfter mit als die Männer.

 Die Gottesdienstbesucher machen das Mitsingen den Angaben zufolge auch davon abhängig, ob sie Lieder kennen oder mögen. Diejenigen, die allgemein gerne singen und von ihren stimmlichen Fähigkeiten überzeugt sind, beteiligen sich auch im Gottesdienst häufiger am gemeinsamen Gesang. Die befragten Gläubigen plädierten auch dafür, dass die Lieder von Instrumenten begleitet werden. An erster Stelle steht dabei immer noch die Orgel. Jüngere Gottesdienstbesucher bis 30 Jahren bevorzugten jedoch die Instrumente Klavier, Gitarre oder Keyboard, sagte der wissenschaftliche Mitarbeiter Heye. «Playback» lehnten die meisten der Befragten eindeutig ab.

 Gembris räumte ein, dass die Studie nicht repräsentativ für alle Gottesdienstbesucher sei. Die ausgefüllten Fragebögen stammten zu 54 Prozent aus dem Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland und zu 28 Prozent aus der Evangelischen Kirche von Westfalen. Aus dem Osten Deutschlands und aus Bayern habe es kaum Rückmeldungen geben. Zudem war das Bildungsniveau der Teilnehmer der Studie sehr hoch, 30 Prozent hatten einen Hochschulabschluss. Und es beteiligten sich deutlich mehr Frauen (65,1 Prozent) als Männer.

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(Quelle: epd)

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