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Glaube als Kraftquelle: Chirurg von Lea und Tabea beginnt Deutschlandreise

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Professor Ben Carson aus Baltimore (USA) gilt als einer der renommiertesten Neurochirurgen weltweit. Spezialisiert ist er auf Kinder. Aufsehen erregt hat er mit den Operationen am Kopf zusammengewachsener siamesischer Zwillinge.

Er hat die siamesischen Zwillinge Lea und Tabea  getrennt und die Binder-Zwillinge, die heute 22 Jahre alt sind. Für eine Woche weilt der 57-Jährige derzeit auf Einladung der Uniklinik in Tübingen. So spektakulär seine Taten klingen, so unauffällig tritt Ben Carson auf: ruhig, gelassen und bescheiden.

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  Den größten Erfolg könne man nie mit einem großen Ego erzielen, sagte der Mediziner am Wochenende bei einer Veranstaltung in Leinfelden-Echterdingen. Offen spricht er über seinem christlichen Glauben. Er könne demütig bleiben, weil er wisse, wo die «wahre Quelle von Weisheit und Wissen» liegt. Ohne Gott, sagt der Adventist, wäre sein Leben sehr viel stressiger.

  Benjamin Solomon Carson wurde 1951 im Schwarzenviertel von Detroit geboren. Als er acht ist, verlässt sein Vater die Familie. Seiner Mutter Sonya gelingt es nur mit größter Anstrengung, den jungen Ben und seinen zwei Jahre älteren Bruder Curtis durchzubringen. In der Schule ist er Klassenschlechtester und wird gehänselt – bis die Mutter, selbst ohne Schulabschluss, in ihm die Lust auf Lesen wecken kann.

  Er wollte Arzt werden, weil es ihm als «die nobelste Sache erschien, Menschen Langlebigkeit und Lebensqualität zu bringen», sagt Carson. Nachdem er die Schule mit Auszeichnung verlassen hat, studiert er Psychologie in Yale, später Medizin in Ann Arbor. Mit 33 Jahren wird er Direktor der Kinder-Neurochirurgie am Johns Hopkins Hospital in Baltimore, als jüngster ordentlicher Professor der USA.

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  Im Lauf seiner Karriere erhält Ben Carson unzählige Auszeichnungen und Ehrendoktorwürden, darunter 2008 mit der Freiheitsmedaille die höchste zivile Auszeichnung der USA.

  Weltweit berühmt gemacht haben ihn jedoch die fünf spektakulären Fälle, in denen Carson am Kopf zusammengewachsene siamesische Zwillinge trennte.

###break###Carsons erste erfolgreiche Trennung solcher Zwillinge war die erste der Medizingeschichte: 1987 gelang es ihm mit seinem Team, die Binder-Zwillinge aus Ulm im Alter von sieben Monaten zu trennen. 2004 erregte die Operation von Lea und Tabea Block aus Lemgo weltweites Aufsehen: Während sie für Lea erfolgreich verlief, überlebte Tabea die riskante Operation nicht.

  Vor jedem Eingriff baut der Neurochirurg eine Beziehung zum Patienten und seiner Familie auf. Wenn dann etwas Schlimmes passiere, «tut das weh», sagt Carson. Er habe nie gelernt sich emotional abzugrenzen: «Wenn ich am Gehirn eines Kindes operiere, denke ich immer, das könnte auch mein eigenes Kind sein.» Doch das Wissen, sein Bestes getan zu haben, helfe ihm: «Letztlich trägt Gott die Verantwortung.»


Von Ben Carson ist das Buch "Das Ziel heißt Leben" im SCM-Hänssler-Verlag erschienen.

(Quelle: epd)

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