Verlag: SCM Hänssler
Seitenzahl: 224
ISBN: 978-3-7751-5980-7
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Lars Mandelkow: Der Bullerbü-Komplex

In der Lektüre „Der Bullerbü-Komplex“ wird der Leser in die heile Welt von Astrid Lindgrens Bullerbü entführt und erfährt, warum unsere eigene Realität, wie wir Familie erleben, oft meilenweit entfernt liegt. Der Autor Lars Mandelkow beschreibt die Kunst, es einfach mal gut sein zu lassen und nicht einem Ideal- und Hoffnungsbild für das perfekte (Familien-)leben hinterherzujagen.

Mandelkow ist von Beruf Theologe und Psychologe und deckt somit die Sicht auf den christlichen Glauben ab, lässt aber auch die Wissenschaft vom Verhalten und Erleben nicht aus dem Blick. Er betont, dass er nicht als einer schreibt, der allwissend sei und endgültig Bescheid wisse, sondern als einer, der den Erwartungsdruck an die perfekte Familie kenne und oftmals selbst gescheitert sei. So lädt er den Leser gleich in der Einleitung ein, sich eine eigene Meinung zu bilden, nicht einverstanden zu sein und einen eigenen Standpunkt einzunehmen.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil wird die Störung des „Bullerbü-Komplexes“ erklärt, das heißt: die Reaktion vieler Eltern auf den Versuch, eine heile Welt herzustellen. Dabei stellt Mandelkow einige Aspekte unseres heutigen Bullerbüs auf den Prüfstand, wie Ernährung, Bewegung und Mobilität, Kommunikation, Schule und unseren Lebensrhythmus.

Nach Möglichkeiten und Vorschlägen, wie Familienleben gesünder gestaltet werden kann, wird im zweiten Teil gesucht. Dabei werden die Bereiche Erziehung, Familie, Partnerschaft und Arbeit abgedeckt. Der dritte Teil handelt schließlich von einem Welt-, Menschen- und Gottesbild, das hinter dem Lösungsvorschlag steht.

Aufgelockert wird das Buch durch Zeichnungen und durch Briefe, die der Autor an Astrid Lindgren und auch Maria und Josef, Jona, Elia und andere Personen aus der Bibel formuliert. Jeweils am Ende eines Kapitels werden die wichtigsten Erkenntnisse in roten Kästen zusammengefasst. Teilweise wendet sich der Autor direkt an den Leser, stellt Fragen und gibt die Möglichkeit, alleine oder mit dem Partner, das eigene Familienleben zu prüfen und zu überdenken.

Das Lesen des Buches befreit von der Angst vor dem ständig drohenden Scheitern an den eigenen Erwartungen. Es ermutigt dazu, die Durchschnittlichkeit zu feiern und sich innerhalb der Familie liebevolle Aufmerksamkeit zu schenken. Denn so ist ein stressfreieres und erfüllteres Zusammenleben möglich.

Von Natalie Freising

Leseprobe (PDF)

ZUSAMMENFASSUNG

Ein humorvoller Ratgeber, der von unnötigem Perfektionismus befreit und aufzeigt, dass manches erst richtig gut wird, wenn man es einfach mal gut sein lässt.

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