Verlag: Gerth Medien
Seitenzahl: 336
ISBN: 978-3-9573467-2-8
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Arne Kopfermann: Auf zu neuen Ufern

Im Herbst 2014 erlebt Arne Kopfermann den schmerzhaftesten Einschnitt seines bisheri­gen Lebens: Seine 10-jährige Tochter Sara stirbt bei einem Verkehrsunfall. Dieses Ereignis stellt sein ganzes Leben auf den Prüfstand und u. a. auch seine Gottesbeziehung.

Dieses Buch spürt unterschiedlichsten Fragen nach, wie z. B.: Wie sehe ich Gott, was kann ich von ihm erwarten und was nicht, in welche Schublade stecke ich ihn? Wie geht meine Gemeinde mit Trauer und Verlust um? Was ist notwendig, um ins Leben zurückzufinden? Wie kann ich mich neu ausrichten, wenn alte Glaubenssätze nicht mehr zu mir passen?

Arne möchte dazu ermutigen, inmitten von Enttäuschungen einen Weg zu Freiheit und Weite im Glauben zu finden. Dazu ist es erforderlich, sich auf die Suche nach den prägen­den Merkmalen meines Glaubens zu machen und sich evtl. von dem Kontext der Erzie­hung, der ersten Gemeinde oder überzogenen Glaubensaussagen zu trennen, um einen mündigen Glauben zu finden. Einen Glauben, der auch Platz für Brüche und Raum für Fragen zulässt.

In seinem Ringen um einen tragfähigen Glauben hat Arne auch viel gelesen und einige die­ser Texte, die ihm auf seinem Weg geholfen haben, wurden umfangreich in seine Ausfüh­rungen mit eingebaut. Daneben sind auch seine Liedtexte zahlreich mit eingeflossen und gerade sie geben einen tieferen Einblick in seine Auseinandersetzungen.

Arne hat sich mit großer Sorgfalt mit den unterschiedlichsten Themen auseinandergesetzt, ist mutig auch schwierigen Fragen nachgegangen und hat für mein Empfinden objektiv auch problematische Aspekte benannt. Und doch war ich enttäuscht von diesem Buch, weil ich sehr viel mehr Einblick in sein persönliches Ringen erwartet hatte. Gerade die umfang­reich eingeflossenen Texte aus Büchern, die Arne auf seinem Weg geholfen haben, haben mich eher irritiert als weitergeführt, da ich auf Anhieb oft den Zusammenhang nicht direkt erkennen konnte.

Ganz zum Schluss spricht Arne davon, dass er ein Kämpfer ist, der auf die harte Tour lernen musste, mit seiner Verletzlichkeit zu leben. Diese Verletzlichkeit habe ich vermisst oder wenn überhaupt war sie eher zwischen den Zeilen zu erspüren. So ist abgesehen von den Liedtexten ein sehr stark kopflastiges Buch entstanden, das viele Fakten aufzeigt, aber für mein Empfinden zu wenig von Arne selbst. Trotzdem finde ich die Auseinanderset­zung mit diesem Thema äußerst wichtig und richtig und wer Anleitung zur Analyse seines eigenen Glaubens sucht, ist mit diesem Buch bestens beraten.

Von Ingrid Bender

Leseprobe (PDF)

ZUSAMMENFASSUNG

Ein kopflastiges Buch, das zu wenig von Arne zeigt. Nichtdestotrotz ein guter Berater für jemand auf der Suche nach seinem eigenen Glauben.

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